Windows 10 ESU: Das erste Jahr endet am 13. Oktober 2026

Windows 10 ESU: Laptop mit Windows 10, daneben ein Kalenderblatt „13. Oktober 2026“ und ein ESU-Schild mit Hinweisen zu Sicherheitsupdates und Planung

Windows 10 ESU – die kostenpflichtigen „Extended Security Updates“ – sichern Firmen-PCs seit dem Supportende im Oktober 2025 weiter ab. Am 13. Oktober 2026 endet das erste ESU-Jahr, und das zweite kostet doppelt so viel. Hier lesen Sie, was jetzt gilt, was Office und Windows 11 damit zu tun haben und wie Sie den Umstieg ohne Hektik planen.

Windows 10 ESU: Was sich am 13. Oktober 2026 ändert

Seit dem 14. Oktober 2025 liefert Microsoft für Windows 10 keine regulären Updates mehr. Sicherheitsupdates gibt es nur noch über das ESU-Programm – im Unternehmen für Windows 10 Pro, Enterprise und Education in der Version 22H2. Enthalten sind ausschließlich kritische und wichtige Sicherheitsupdates, keine neuen Funktionen und kein technischer Support.

Das erste ESU-Jahr endet mit dem Patchday am 13. Oktober 2026. Jedes Jahr wird einzeln gekauft und auf jedem Gerät eigens aktiviert. Ein PC ohne Lizenz für Jahr 2 läuft zwar weiter, bekommt aber ab dem nächsten Patchday am 10. November 2026 keine Sicherheitsupdates mehr.

DatumWas endetWas Sie tun sollten
seit 14.10.2025Reguläre Updates für Windows 10, Support für Office 2016 und Office 2019Windows 10 nur noch mit ESU betreiben, Office 2016 und 2019 ersetzen.
13.10.2026ESU-Jahr 1, Office 2021 (auch LTSC 2021), Windows 11 Version 24H2 (Home/Pro)ESU-Jahr 2 nur für Geräte, die noch warten müssen. Office ersetzen, Windows 11 auf 25H2 oder 26H2 bringen.
12.10.2027ESU-Jahr 2Für Jahr 3 verdoppelt sich der Preis erneut.
10.10.2028ESU-Jahr 3, Sicherheitsupdates für Microsoft-365-Apps unter Windows 10Endgültig Schluss: Spätestens jetzt sollte jeder PC umgestellt sein.
Stand: Oktober 2026. Quellen: Microsoft – ESU-Termine, Supportende 2026, Microsoft-365-Apps unter Windows 10. Die Updates enden jeweils am Patchday.

Was das zweite ESU-Jahr kostet

Für Windows 10 ESU nennt Microsoft Unternehmen einen Listenpreis von 61 US-Dollar je Gerät für das erste Jahr; danach verdoppelt sich der Preis jedes Jahr (Microsoft). Rechnerisch liegt Jahr 2 damit bei 122, Jahr 3 bei 244 US-Dollar je Gerät. Was Sie in Euro zahlen, hängt vom Händler ab.

Wichtig für Nachzügler: Die Updates sind kumulativ. Wer erst jetzt einsteigt, bezahlt Jahr 1 mit – also 61 plus 122, zusammen 183 US-Dollar je Gerät für Updates bis Oktober 2027. Halbe Jahre gibt es nicht. Bei zehn PCs kommen so 1.830 US-Dollar zusammen, nur für ein weiteres Jahr Sicherheitsupdates.

Gut zu wissen: Die Verlängerung gilt nur für Privatgeräte

Microsoft hat Windows 10 ESU für Privatgeräte inzwischen bis zum 12. Oktober 2027 verlängert. Ihrem Betrieb hilft das nicht: Microsoft schließt den geschäftlichen Einsatz dieses Programms ausdrücklich aus. Geräte, die mit einer Firmen-Domäne oder Microsoft Entra verbunden sind oder in einer Geräteverwaltung stecken, bekommen das Angebot gar nicht erst.

Ohne eigene ESU-Lizenz kommen Firmen-PCs nur in Sonderfällen aus – etwa wenn Ihr Team darüber auf einen Cloud-PC mit Windows 365 Enterprise zugreift: Dann können sie unter bestimmten Bedingungen ohne Aufpreis abgedeckt sein.

Office und Microsoft 365 unter Windows 10

Auch bei Office laufen Fristen ab. Office 2016 und 2019 bekommen seit dem 14. Oktober 2025 keine Sicherheitsupdates mehr, Office 2021 folgt am 13. Oktober 2026. Wer Angebote, Rechnungen oder Arztbriefe noch damit schreibt, sollte auf Microsoft 365 oder Office 2024 wechseln.

Die Microsoft-365-Apps wie Word, Excel und Outlook erhalten unter Windows 10 noch bis zum 10. Oktober 2028 Sicherheitsupdates. Neue Funktionen gab es dort aber nur bis Version 2608 vom August 2026 – seitdem bleiben die Programme auf diesem Stand. Tritt ein Fehler nur unter Windows 10 auf, verweist der Microsoft-Support auf den Wechsel zu Windows 11.

Wie Sie Office, E-Mail und Teams sauber aufsetzen, zeigt unsere Seite Microsoft 365 für Unternehmen.

Schafft Ihr PC den Umstieg auf Windows 11?

Für geeignete Geräte ist das Upgrade von Windows 10 Pro auf Windows 11 Pro kostenlos. Microsoft verlangt unter anderem TPM 2.0, Secure-Boot-fähiges UEFI und einen unterstützten 64-Bit-Prozessor mit mindestens zwei Kernen, dazu 4 GB Arbeitsspeicher und 64 GB Speicherplatz.

Der Knackpunkt ist meist der Prozessor: Bei Intel stehen Core-Prozessoren ab der 8. Generation auf Microsofts Liste, ältere in aller Regel nicht. Arbeitsspeicher und SSD lassen sich meist nachrüsten, den Prozessor tauscht man in der Regel nicht. TPM und Secure Boot sind dagegen oft nur in der Firmware ausgeschaltet und lassen sich einschalten.

Dazu kommt ein Thema, das viele übersehen: Die Secure-Boot-Zertifikate von Microsoft aus dem Jahr 2011 laufen seit Juni 2026 nacheinander ab, das letzte am 19. Oktober 2026. Neue Zertifikate bekommen nur unterstützte Windows-Versionen – also aktuelle Windows-11-Versionen und Windows 10 mit ESU. PCs ohne neue Zertifikate starten weiter, erhalten aber keine neuen Schutzmechanismen für den Startvorgang mehr. Manche Geräte brauchen zusätzlich ein Firmware-Update des Herstellers; Secure Boot abzuschalten ist keine Lösung.

Warum Windows 10 ESU nur eine Brücke ist

Microsoft beschreibt das ESU-Programm selbst als „vorübergehende Brücke“ und ausdrücklich nicht als langfristige Lösung. Sinnvoll ist das zweite Jahr für einzelne Geräte, die noch nicht umgestellt werden können – etwa weil eine Fachsoftware für Windows 11 noch nicht freigegeben ist oder der Ersatz schon bestellt ist. Spätestens am 10. Oktober 2028 ist endgültig Schluss.

Ein guter Virenschutz mit Firewall wie Bitdefender GravityZone, mit dem wir arbeiten, fängt viele Angriffe ab. Eine offene Sicherheitslücke im Betriebssystem schließt er aber nicht. Wie die Bausteine zusammenspielen, lesen Sie auf unserer Seite IT-Sicherheit für Unternehmen.

Was Sie jetzt tun sollten

  1. Bestand aufnehmen: Welche PCs laufen noch mit Windows 10, welche Office-Version ist installiert, welche Fachprogramme hängen daran?
  2. Windows-11-Fähigkeit prüfen: Prozessor, TPM 2.0 und Secure Boot – Gerät für Gerät. Für einzelne Rechner hilft die Microsoft-App „PC-Integritätsprüfung“.
  3. Entscheiden: umstellen, aufrüsten oder ersetzen. Bei Fachsoftware vorher die Freigabe des Herstellers für Windows 11 einholen.
  4. Windows 10 ESU gezielt einsetzen: Jahr 2 nur für Geräte kaufen, die sich nicht bis zum Patchday am 10. November 2026 umstellen lassen – fehlt Jahr 1, kommt es dazu.
  5. Umstellung planen: vorher eine aktuelle Datensicherung, Termine außerhalb der Arbeitszeit, danach eine kurze Einweisung für Ihr Team.
  6. Office nicht vergessen: Office 2016, 2019 und 2021 durch Microsoft 365 oder Office 2024 ersetzen.

Bei diesen Schritten unterstützen wir Sie gern: Wir nehmen alle PCs auf, prüfen die Windows-11-Fähigkeit und planen mit Ihnen, was aufgerüstet oder ersetzt wird. Die Umstellung erledigen wir außerhalb Ihrer Arbeitszeit und übernehmen Daten und Programme. Für Geräte, die noch warten müssen, richten wir die ESU-Lizenzen ein – und danach halten wir im Rahmen unserer IT-Betreuung Ihre Geräte mit Updates aktuell.

Noch Windows 10 im Betrieb?

Im Erstgespräch klären wir, wie viele Geräte betroffen sind und welcher Weg für Ihren Betrieb sinnvoll ist: umstellen, aufrüsten, ersetzen oder für eine Übergangszeit Windows 10 ESU.

Häufige Fragen

Laufen unsere Windows-10-PCs nach dem 13. Oktober 2026 weiter?

Ja, die Geräte starten und arbeiten wie bisher. Ohne Lizenz für das zweite ESU-Jahr bekommen sie aber keine Sicherheitsupdates mehr, und jede neu entdeckte Lücke in Windows bleibt offen. Für PCs mit Kundendaten, E-Mail und Onlinebanking ist das ein unnötiges Risiko.

Können wir Windows 10 ESU für Jahr 2 kaufen, ohne Jahr 1 gehabt zu haben?

Ja, aber nur zusammen mit Jahr 1, denn die Updates bauen aufeinander auf. Nach Microsofts Listenpreisen sind das 61 plus 122, also 183 US-Dollar je Gerät. Gekauft wird immer ein ganzes Jahr, schon ab einer Lizenz.

Unsere Fachsoftware läuft nur unter Windows 10 – was nun?

Fragen Sie zuerst beim Hersteller nach: Viele Programme sind für Windows 11 freigegeben, manchmal erst mit einem Update. Wenn nicht, ist ESU für genau diese Geräte die passende Brücke, bis eine freigegebene Version vorliegt.

Ist der Umstieg auf Windows 11 kostenlos?

Die Lizenz ja: Für geeignete Geräte ist das Upgrade von Windows 10 Pro auf Windows 11 Pro laut Microsoft kostenlos. Kosten entstehen für die Arbeit sowie für Aufrüstteile oder neue Geräte, wenn ein PC die Anforderungen nicht erfüllt.

Stand: 1. Oktober 2026. Fristen, Preise und Bedingungen legt Microsoft fest und kann sie ändern. Die genannten Preise sind US-Dollar-Listenpreise von Microsoft. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.

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