Datensicherung für Unternehmen in Koblenz und Umgebung: regelmäßig geprüfte Sicherungen und ein Notfallplan, der im Ernstfall funktioniert – damit Sie nach einem Ausfall, einem Angriff oder einem versehentlich gelöschten Ordner schnell weiterarbeiten können.
Eine Datensicherung ist nur so gut wie ihre Wiederherstellung
Das BSI nennt eine regelmäßige, funktionierende Datensicherung die wichtigste Vorsorge gegen Erpressungstrojaner (BSI: Top-10-Maßnahmen gegen Ransomware). Doch Angreifer wissen das: Sie suchen gezielt nach den Sicherungen und verschlüsseln oder löschen sie gleich mit. In einer weltweiten Studie des Backup-Herstellers Veeam konnte 2025 nur jedes zehnte betroffene Unternehmen mehr als 90 Prozent seiner Daten wiederherstellen.
Entscheidend ist deshalb, dass mindestens eine Kopie für Angreifer unerreichbar ist – und dass die Wiederherstellung regelmäßig ausprobiert wird, nicht erst im Ernstfall.
Die 3-2-1-1-0-Regel
Eine bewährte Faustregel, nach der wir Datensicherungen aufbauen:
- 3 Kopien Ihrer Daten
- auf 2 unterschiedlichen Speichern
- 1 Kopie außer Haus, zum Beispiel verschlüsselt in der Cloud
- 1 Kopie offline oder unveränderlich – für Angreifer nicht ohne Weiteres erreichbar
- 0 Fehler beim regelmäßigen Wiederherstellungstest
Aktuell: Worauf Sie jetzt achten sollten
- Microsoft 365 braucht eine eigene Sicherung. Microsoft sorgt dafür, dass der Dienst läuft – für die Daten bleibt laut Microsoft der Kunde verantwortlich. Gelöschte E-Mails lassen sich standardmäßig nur 14 Tage zurückholen, Dateien in OneDrive und SharePoint 93 Tage. Gegen Verschlüsselung oder mutwilliges Löschen schützt das nicht.
- Erpressung mit gestohlenen Daten. Bei 72 Prozent der angezeigten Ransomware-Angriffe wurden laut BSI auch Daten veröffentlicht. Eine Sicherung bringt die Systeme zurück, verhindert aber keinen Datenabfluss – dafür braucht es zusätzlich Zugriffsschutz und Verschlüsselung.
- Cyberversicherer fragen nach. Erwartet wird mindestens eine wöchentliche, getrennt aufbewahrte, gegen Manipulation geschützte und geprüfte Datensicherung, bei höherem Risiko zusätzlich ein Notfallplan.
- E-Rechnungen richtig archivieren. Seit 2025 müssen Unternehmen E-Rechnungen empfangen können. Aufbewahrt wird die Datei im erhaltenen Format (z. B. XML) – unveränderbar und auswertbar. Ein Ordner mit PDF-Ausdrucken genügt nicht.
Aufbewahrungsfristen seit 2025
| Unterlagen | Frist | Hinweis |
|---|---|---|
| Buchungsbelege, z. B. Rechnungen | 8 Jahre | Seit dem Bürokratieentlastungsgesetz IV (vorher 10 Jahre). |
| Bücher und Jahresabschlüsse | 10 Jahre | Unverändert. |
| Handels- und Geschäftsbriefe, auch E-Mails | 6 Jahre | Gilt für E-Mails mit geschäftlichem Inhalt, etwa Angebote und Aufträge. |
Der Notfallplan: wenn es doch passiert
Nur 43 Prozent der Unternehmen sehen sich laut Bitkom sehr gut auf einen Angriff vorbereitet. Ein Notfallplan muss nicht dick sein. Der BSI-Standard 200-4 sieht für kleine Organisationen ausdrücklich einen schlanken Einstieg vor. Wichtig ist, dass im Ernstfall niemand überlegen muss:
- Wer entscheidet und wer wird informiert – IT, Versicherung, Polizei
- Welche Systeme zuerst wiederhergestellt werden und wie lange das dauern darf
- Wie Sie übergangsweise weiterarbeiten, zum Beispiel ohne Server oder E-Mail
- Meldepflichten: Datenpannen an die Datenschutzbehörde innerhalb von 72 Stunden, NIS2-Vorfälle an das BSI
Datensicherung für Unternehmen: Leistungen im Überblick
- Datensicherungskonzept nach der 3-2-1-1-0-Regel
- Sicherung von Servern, PCs und Fachanwendungen
- Datensicherung für Microsoft 365
- Unveränderliche Cloud-Datensicherung außer Haus
- Tägliche Überwachung aller Sicherungen
- Regelmäßige, dokumentierte Wiederherstellungstests
- E-Mail-Archivierung für die Aufbewahrungspflichten
- Notfallplan und Hilfe im Ernstfall
Warum Dare Solutions
Durchdachtes Konzept
Was gesichert wird, wie oft und wie lange – passend zu Ihren Daten und Fristen.
Getestete Wiederherstellung
Wir probieren regelmäßig aus, ob die Rücksicherung klappt – und dokumentieren es.
Kopie außer Haus
Verschlüsselt und unveränderlich gespeichert, getrennt von Ihrem Netzwerk.
Hilfe im Ernstfall
Ein Ansprechpartner, der Ihre Umgebung kennt und sofort weiß, was zu tun ist.
„Wir werden seit vielen Jahren von [Dare] Solutions betreut und können die Firma absolut weiter empfehlen!“
Dieter Metzger, Google-Rezension
Wann haben Sie Ihre Datensicherung zuletzt getestet?
Wir prüfen Ihre bestehende Sicherung, stellen testweise Daten wieder her und zeigen Ihnen, wo es Lücken gibt.
Häufige Fragen
Microsoft sichert doch unsere Daten in Microsoft 365?
Microsoft sorgt dafür, dass der Dienst läuft. Für die Daten sind Sie als Kunde selbst verantwortlich. Papierkörbe halten gelöschte Inhalte nur 14 bis 93 Tage und schützen nicht vor Verschlüsselung oder Löschung durch einen Angreifer.
Reicht eine externe Festplatte?
Nur, wenn sie nach jeder Sicherung wirklich abgesteckt wird und es zusätzlich eine Kopie außer Haus gibt. Zuverlässiger ist eine automatische Sicherung mit einer unveränderlichen Kopie und regelmäßigem Wiederherstellungstest.
Wie oft sollten wir sichern und testen?
Wir empfehlen mindestens tägliche Sicherungen, bei wichtigen Systemen öfter. Die Wiederherstellung sollte regelmäßig geprüft und dokumentiert werden, etwa vierteljährlich. Cyberversicherer setzen mindestens eine wöchentliche Sicherung voraus.
Wie lange müssen wir Rechnungen und E-Mails aufbewahren?
Rechnungen und andere Buchungsbelege 8 Jahre, Bücher und Jahresabschlüsse 10 Jahre, geschäftliche E-Mails 6 Jahre. E-Rechnungen im erhaltenen Format und unveränderbar. Im Einzelfall stimmen wir uns gern mit Ihrer Steuerberatung ab.
Brauchen wir als kleiner Betrieb wirklich einen Notfallplan?
Ja – schlank reicht. Wer entscheidet, wen rufen wir an, welche Systeme kommen zuerst zurück, wie arbeiten wir übergangsweise weiter. Cyberversicherer fragen danach, und im Ernstfall spart er Stunden.